Richter Joshua D. Wolson des US-Bundesgerichts für den östlichen Distrikt von Pennsylvania hat entschieden, dass das Rivers Casino Philadelphia mit einer Sammelklage fortfahren muss. Die rechtliche Auseinandersetzung geht auf einen Cyberangriff im Januar zurück, bei dem Kunden behaupten, dass eine unbefugte Partei auf Dateien auf den Servern des Casinos zugegriffen hat.
Die Klage dreht sich um die Sicherheit sensibler Kundendaten, darunter Namen, Sozialversicherungsnummern und Bankkontodetails. Die Kläger argumentieren, dass das Casino nicht ausreichende Schutzmaßnahmen implementiert habe und damit möglicherweise Verbraucherschutz- und Datenschutzgesetze verletze. Sie führen weiter aus, dass der Betreiber den Umfang des Vorfalls nach der Benachrichtigung der betroffenen Personen nicht vollständig offengelegt habe.
Rechtliche Entscheidung und abgewiesene Ansprüche
Richter Wolson kam zu dem Schluss, dass das Casino verpflichtet war, angemessene Sorgfalt beim Schutz der Benutzerdaten walten zu lassen. Das Gericht fand, dass die Kläger plausibel behaupteten, diese Pflicht nicht erfüllt worden zu sein, und verwies auf Berichte über vermehrte Betrugsversuche nach dem Sicherheitsvorfall.
Folglich lehnte der Richter die Anträge des Casinos auf Abweisung der Fahrlässigkeitsklage ab.
Trotz der Entscheidung zur Fahrlässigkeit wies das Gericht mehrere andere Vorwürfe zurück. Dazu gehörten Ansprüche wegen Vertragsbruchs, ungerechtfertigten Bereicherungs, Verletzung der Privatsphäre und Vertrauensbruchs. Der Richter kam zu dem Ergebnis, dass die Kläger keine ausreichenden Gründe für diese spezifischen Anschuldigungen vorlegten.
Die Anwaltskanzlei Levi & Korsinsky, LLP führt das Verfahren und hat betroffene Kunden eingeladen, der Sammelklage beizutreten, ohne zunächst Rechtsanwaltskosten zahlen zu müssen.